Digitale Bewerbung

Avatar-Foto Jonas Berg29. Juli 202311 min

Wer sich heutzutage nach der Schule für eine Ausbildung, ein Duales Studium oder einen Job bewirbt stößt immer häufiger auf digitale Bewerbungstools. Ob Bewerbungsvideo, Social-Media-Kanäle oder Videointerviews: Wer Bewerbungstrends nutzt und damit umgehen kann, hat bessere Chancen auf einen neuen Job. Doch wie sehen diese Arten der digitalen Bewerbung aus?

 

Video  

Erst sieben Prozent der Jobsuchenden nutzen diese Möglichkeit. Aber 90 Prozent der Personaler würden sich ein Bewerbungsvideo ansehen. Tipp: Es sollte eine Maximallänge von zwei Minuten nicht überschreiten.  

 

Bewerbungsanschreiben 

Die Rolle des Anschreibens bleibt umstritten. Manche Unternehmen – beispielsweise die Deutsche Bahn – verzichten darauf, für andere spielt es aber weiterhin eine wichtige Rolle.  

 

Bewerbungsfoto 

Ist in Deutschland keine Pflicht, das ist im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geregelt. Grundsätzlich müssen Jobsuchende weder ein Foto senden noch Angaben zu Alter, Nationalität oder Familienstand machen. 

 

Soziale Netzwerke 

Recruiter durchforsten Social-Media-Kanäle, um sich Bewerber genauer anzusehen, aber auch um geeignete Kandidaten zu finden. Aussagekräftige, professionelle Profile in den sozialen Medien – auf Xing oder LinkedIn – können die Chance auf eine Traumstelle verbessern.  

  

CV-Parsing im Einsatz  

Mithilfe spezieller Programme, sogenannten CV-Parsern, werden Informationen aus einem Lebenslauf auf spezielle Schlüsselbegriffe untersucht und sortiert. Wird der Lebenslauf vom CV-Parsing-Tool nicht als solcher erkannt, fällt er durch das Raster. 

 

Videointerview 

72 Prozent der Unternehmen führen Bewerbungsgespräche per Videokonferenz. Sechs von zehn Unternehmen setzen auf Microsoft Teams. Eine Sonderform des Videointerviews ist das „zeitversetzte Videointerview“. Es gibt keinen direkten Gesprächspartner oder Austausch. 

 

 

BLICK IN DIE ZUKUNFT 

  

In 30 Minuten zum Job 

Die Bewerbung der Zukunft ist mobil und unkompliziert, dauert weniger als 30 Minuten und bietet Chat-Funktionen für Fragen zum Job sowie Push-Nachrichten. 

  

Alexa & Co. helfen 

Drei von zehn Bewerbern glauben, dass sie in zehn Jahren mit einem Sprachassistenten, beispielsweise Alexa, OK Google oder Siri, nach Stellenanzeigen suchen werden. 

 

Algorithmen auf dem Vormarsch  

Robot Recruiting ist der Einsatz von Algorithmen, Programmen und künstlicher Intelligenz im Auswahlprozess. Aktuell sind sie noch die Ausnahme, doch planen mehr Unternehmen den Einsatz.  

 

Implantat im Nutzer 

Ein Viertel der Top-1.000-Unternehmen und mehr als ein Drittel der IT-Unternehmen glauben, dass in zehn Jahren die mobilen Endgeräte zur Jobsuche und Bewerbung in die Nutzer implantiert sind. 

  

Künstliche Intelligenz scannt KI 

Im Videointerview: Algorithmen analysieren, was Bewerber sagen, wie sie sich ausdrücken. Sie scannen sogar Gesichtsausdrücke. 

 

Chatbots antworten 

 Human-Resources-Chatbots beantworten automatisiert Fragen von Kandidaten bspw. zur Karriere, zu offenen Stellen oder allgemein zum Unternehmen. Aktuell bieten aber nur 3,1 Prozent der Unternehmen HR-Chatbots an. 

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Jonas Berg

Der deutsche Redakteur Jonas Berg ist in Bielefeld geboren und aufgewachsen.

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